Sherman

Rasse Mischling
Geburtsdatum 01.05.2017
Geschlecht männlich
Farbe beige
Größe / Gewicht 43cm / 21kg
Wesen neugierig, sehr agil, etwas nervös
Verhalten ggü. Kinder kennt Kinder, ist mit ihnen aufgewachsen
Verhalten ggü. Erwachsenen Zu bekannten Menschen sehr freundlich und aufgeschlossen,bei Fremden zurückhaltend bis misstrauisch.
Verhalten ggü. Artgenossen aufdringlich, aber verträglich
Schlechte Erfahrungen / Ängste keine bekannt
Alleine bleiben Ja
Auto fahren Ja
Gesundheit keine Probleme bekannt
Abgabegrund Beissvorfall, Überforderung
Neues Zuhause sportlich,klar strukturiert,ruhig

Dieser junge Rüde stammt aus einer Familie amerikanischen Ursprungs und wuchs mit 3 Kindern als geliebter Familien Hund auf.

Als „großer Bruder“ in der Funktion eines Beschützers, bekam die Familie mit dem 9 Monate alten Jungrüden bereits nach kurzer Zeit ein massives Problem.

Besucher wurden angeknurrt und attackiert, er riss und pöbelte an der Leine und die Kinder bekamen schon bald keinen Spiel-Besuch mehr.

Bis dato hatten Labradore aus amerikanischen Zuchten als absolut gutmütige und geduldige Kumpels die Familie über Jahre begleitet.

Mit Sherman seinem Temperament war man also nun hoffnungslos überfordert.

Sherman kam erstmals zum Training zu uns und zeigte sich schon nach 2 Tagen sehr aufgeschlossen, freundlich und ließ jeden noch so fremden Besucher in die Küche.

Was war passiert ?

Serman ist das typisch „Opfer“ eines planlosen Familienhundes,welcher sich selbst eine Rolle zuspricht und diese, über sammeln von entsprechenden Erfahrungen, zu einem aggressiven Verhaltensmuster ausbaut.

Man hatte ihn in der Erwartung aufgenommen, dass er sich ebenso selbstständig erzieht, wie seine Vorgänger eben auch.

Denkste…

Kein Wunder,wenn man von der US Army kommt und seinen Hund nach einem Panzer aus dem 2. Weltkrieg benennt.

Sherman wusste nicht dass er etwas falsches tat. Und mit der Aufregung drum herum konnte er gut leben.

Als er in die Foundation kam war also die erste Ansage : „ Lass die Haustür in Ruhe, geh raus, wälz dich im Dreck und friss Pansen im Beisein von anderen Hunden.“

Mit dieser Ansage kann Sherman gut leben und diese Erfahrungswerte auch auf seine Leinenpöpelei übertragen.

Wichtig ist aber, dass man es ihm auch sagt.

Sherman hat sich seinen Security/ Manager Job schließlich selber ausgesucht und ist überzeugt davon, dass er das Richtige tut.

Allerdings fühlt er sich gezwungen es zu tun und macht es aus Unsicherheit heraus, weil er nicht weiß was er sonst tun soll und nie eine wirkliche Richtung hatte.

Sherman braucht also Hilfe !

Man versuchte ihn mit Futter abzulenken, um zumindest auf der Straße, ohne peinlichen Eklat an Leuten vorbei zu kommen.

Doch dies verstärkte, durch ungünstiges Timing, seine Richtung nur noch mehr.

Wir haben mit Sherman also so argumentiert, dass er wenn er Besucher angeht von uns angestoßen wird. Wichtig dabei war, dass er sofort zu uns kommen konnte, sobald seine Orientierung zu uns wieder hergestellt war. Er konnte sich dann bei uns abschauen, wie man mit solch einer Situation umgeht.

Sherman bleibt mit diesem Angebot auf Nähe zu seiner Bezugsperson sehr stabil und zuverlässig.

Er lernt nun Stück für Stück wie es ist einfach der nette, sorgenfreie Junghund von nebenan zu sein und nicht mehr der, mit dem dem Security Posten, der mit einem Jahr und ohne Anleitung total überfordert ist.

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